Am 25.02.06 erhielten wir die lang ersehnte Nachricht, daß unser Sioux geboren sei. Obwohl wir uns natürlich wahnsinnig freuten, bekamen wir plötzlich auch ein bißchen Panik, wie wir unser Leben nun mal eben umorganisieren könnten. Plötzlich soll dann immer jemand da sein, wer steht nachts auf????, wie schaffen wir es, daß Kräcker nicht eifersüchtig wird?

Aber überraschend schnell fand sich für all diese Fragen eine Lösung und unserem ersten Welpenbesuch im März stand nichts mehr im Wege.

Bei Familie Dammer wurden wir zuerst von einem großen Rudel erwachsener Labbis begrüßt. Nachdem alle ihre Streicheleinheiten abbekommen hatten, ging´s weiter in den Wintergarten, in dem die Kleinen untergebracht waren und fanden neun kleine schwarze Scheißer (6L/R, 3L/H) im Spiel vor. Wir durften uns mitten in den Welpenauslauf setzen und mit den Kleinen spielen.

Für uns stellte sich die Frage, welchen der 6 Rüden wir nun gerne hätten, gar nicht erst, denn sie waren wirklich alle super-süß und am liebsten hätten wir sie alle mitgenommen. Also baten wir Herrn und Frau Dammer, den Hund auszusuchen, der zu uns paßt. Damit waren sie auch einverstanden.

Auf dem Heimweg nach Dossenheim war uns dann hundertprozentig klar, daß wir die richtigen Züchter ausgesucht hatten, denn die Art und Weise, wie die Welpen behandelt wurden, gefiel uns sehr gut, ebenso hat uns der liebevolle Umgang mit den erwachsenen Hunden imponiert.

Nach etlichen Telefonaten in den nächsten Tagen und Wochen war es dann am 22.04.06 endlich soweit - wir konnten Sioux abholen.

Die ersten fünf Wochen bei uns

Nach einer streßfreien Heimfahrt, die Sioux überwiegend verschlafen hat, hielt er also Einzug in sein neues Zuhause.

Von Natur aus neugierig, hielt er uns in seinen am Anfang noch recht kurzen Wachphasen ganz schön auf Trab. Hatte er ausgeschlafen, war nichts mehr vor ihm sicher. Von den Hausschuhen über die Zeitung bis zur leeren PET-Flasche, sogar Gummistiefel der Größe 46, schleppte er alles durch die Gegend.

Also begannen wir, ihn andere Dinge apportieren zu lassen. Zuerst das Welpendummy, auch mal ein Rehbein, eine Wildschweinpfote, mittlerweile apportiert er auch "richtige" Dummies. Ihm macht die Arbeit genausoviel Spaß wie uns, er ist sehr interessiert an allem, ohne aber ständig Beschäftigung zu fordern.

Er ist in diesen ersten fünf Wochen zu unserem ständigen Begleiter geworden, war beim Dummy-Training mit Kräcker genauso dabei wie auf verschiedenen Prüfungen, an denen wir als Helfer oder Zuschauer teilgenommen haben. Er kann geduldig warten, auch lange Autofahrten stören ihn nicht. Mittlerweile kennt er auch die Straßenbahn, auch diese Fahrten machen ihm großen Spaß.

Unser erstes Zwingertreffen und Training mit Uwe Heiss

Familie Dammer hatte am Pfingstmontag zum ersten Welpentreffen des S-Wurfes eingeladen und fast alle kamen.

Mit von der Partie war auch Uwe Heiss, ebenfalls Besitzer eines S-Welpen (Sky) vom Gerretsfeld und an diesem Tag auch unser aller Lehrmeister.

Nach der allgemeinen Begrüßung sprach Uwe die Ausbildungsziele der Welpenbesitzer an. Alle gaben an, Dummy-Arbeit machen zu wollen, einige (auch wir) möchten auch jagdlich mit ihrem Hund arbeiten.

Anschließend ließ Uwe sich die Leinenführigkeit unserer Kleinen vorführen. Jeder Welpe sollte neben seinem Hundeführer die Wiese überqueren und obwohl alle schon so stolz waren, wie gut ihre Kleinen das schon können, fing Uwe doch immer wieder kleine Details ein, anhand derer er uns in humorvoller Weise zeigte, wo noch Fehler im Umgang mit dem Nachwuchs vorlagen.

Nach einer Mittagspause, in der wir uns an einem köstlichen Büffett stärken durften, gab Uwe uns anschauliche Tips für das richtige Spielen und den Trainingsaufbau.

Zum Abschluß wurde noch die Schußfestigkeit geprüft und schon kleine Steadiness-Übungen eingebaut, die alle Welpen gut meisterten.

Unserem Sioux bescheinigte Uwe einen ausgeprägten Spür- und Jagdtrieb und kündigte uns an, daß wir sicherlich auch zukünftig viel Spaß mit unserem kleinen Racker haben werden.

Wir danken Familie Dammer und Uwe Heiss für einen schönen und lehrreichen Tag und hoffen, daß es nicht der letzte dieser Art war.

Sioux ist 7 Monate alt......

und es ist wieder einmal an der Zeit, über die neuesten Entwicklungen zu berichten.

Vor einigen Wochen haben wir eine kleine Schleppe mit einem Kaninchen gezogen. Endlich wollten wir doch jetzt wissen, ob unser kleiner Racker Wild apportiert. Und siehe da, als hätte er schon immer mit Wild gearbeitet, ging er sauber auf der Schleppe und brachte das Kaninchen mit ordentlichem Griff zu Bernd.

Dermaßen angespornt, legten wir eine Ente aus, die er ebenfalls sofort aufnahm und brachte.

Wir sind also guter Dinge, uns mit ein bisschen Übung im nächsten Frühjahr in die JP/R zu stürzen.

Auch beim Dummytraining haben wir weitere Fortschritte gemacht und üben natürlich immer kräftig weiter. Im November sind zwei Trainingstage mit Freddy Höfling geplant und – mal sehen – vielleicht schaffen wir die APD-A auch im Frühjahr.

Es ist ein Jahr vergangen

und wir haben im Frühjahr sowohl die JP/R als auch die Dummy-A-Prüfung mit einem sehr guten Ergebnis bestanden.

Sioux ist fast 3 Jahre alt 

und hat mittlerweile die Dummyprüfung "F" als Suchensieger und die BLP bestanden. Er startet bereits seit einer Saison in der Fortgeschrittenenklasse und hat sich im Laufe des Jahres in seinen Leistungen immer weiter gesteigert, beim letzten Workingtest "Am Rothaarsteig" erreichte er den 4. Platz.

2009 geht es erfolgreich weiter!

Zu Beginn des Jahres wurde der Wunsch immer stärker, beim diesjährigen German Cup zu starten. Auf der Suche nach zwei Mitstreitern, die mit Bernd im Team starten wollen, fand sich recht schnell eine alte Bekannte, Doris Wirth mit ihrer Golden-Hündin "Dashing Gremlin of Glamis Castle". Aber wer sollte der/die Dritte sein? Lange Zeit waren wir ratlos, die meisten potenziellen Kandidaten starteten in ihrem bewährten Team und fast schien es so, als sollte sich kein dritter Teampartner finden. Unser lieber Saarländer Larry hatte dann die Idee, Doris Heil mit "Eyck von Riedenberg" mit ins Boot zu nehmen, die auch gerne mit von der Partie war.

Also trafen wir uns von nun an regelmäßig zu gemeinsamen Trainings, anfangs waren wir ein echter Sauhaufen, doch nach und nach besserten wir uns. Dies haben wir auch Tanjas Vater, Horst Oberbeck, zu verdanken, der uns mit Kompetenz und Geduld immer ein bißchen weiterbrachte. DANKE!!!

Unsere Generalprobe war die "Hessen Trophy" in Wolfhagen zwei Wochen vor dem German Cup. Im Großen und Ganzen lief es gut, wir waren mit der Arbeit unserer Hunde zufrieden, wenn auch wir Menschen gemerkt haben, wo unsere Defizite sind und woran wir noch arbeiten müssen.

Der große Tag des German Cup 2009 kam dann mit Riesenschritten näher und schon standen die 3 Teamkollegen nebst Ehepartnern ziemlich aufgeregt am zweiten Maiwochenende in Sankt Ingbert im Saarland mit dem Vorsatz, auch sonntags noch dabei zu sein und die Auswahl für den zweiten Tag zu bestehen.

Am Ende des ersten Tages waren wir alle guter Stimmung und zufrieden mit den Leistungen von Mensch und Hund. Und obwohl es abends spannend gemacht wurde und wir eine Weile warten mussten, erfüllten sich unsere Hoffnungen - wir waren auch sonntags mit dabei! 

Am zweiten Tag lief es leider nicht so gut wie am ersten Tag und wir verloren etliche Punkte. Letztendlich haben wir 437 von 600 Punkten erreicht und waren damit sehr zufrieden!

Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft viel Spaß mit Sioux haben und sich die Leistungen von Mensch und Hund weiter steigern werden!

...Fortsetzung folgt